Füh­rung im Home­of­fice
Wie Sie als Ent­schei­dungs­trä­ger neue Arbeits­mo­del­le meis­tern, ohne die Kon­trol­le zu ver­lie­ren

Die Arbeits­welt wird nach Coro­na eine ande­re sein, selbst dann wenn die Kri­se schon lan­ge über­wun­den ist. Die neue Art zu arbei­ten ist nun auch ver­stärk­ter denn je in der eher kon­ser­va­ti­ven deut­schen Arbeits­welt ange­kom­men und zeigt, wie Zusam­men­ar­beit auch ohne gemein­sa­mes Sit­zen im Büro funk­tio­nie­ren kann und muss. Die­se Ver­än­de­rung und das Ver­ständ­nis für die­se neue Art zu arbei­ten wird in ihren Grund­zü­gen viel­fach nach­hal­ti­gen Cha­rak­ter haben und fle­xi­ble­re Arbeits­mo­del­le wer­den auch wei­ter­hin ver­stärkt Ein­klang in deut­schen Unter­neh­men fin­den.

Neben vie­len Vor­tei­len brin­gen die­se Ver­än­de­run­gen auch zahl­rei­che Her­aus­for­de­run­gen mit sich, vor allem für Ent­schei­dungs­trä­ger. Die Fra­ge, die wir gera­de in letz­ter Zeit ver­mehrt in unse­ren Semi­na­ren hören ist: Wie füh­re ich mein Team, wenn es nicht zusam­men im Büro sitzt? Die­se Fra­ge ist für vie­le Füh­rungs­kräf­te zu einem aku­ten Pro­blem gewor­den.

Mit die­sen Hin­wei­sen möch­ten wir Ihnen die Sor­gen neh­men, die die aktu­el­le Situa­ti­on mit sich bringt und Ihnen eini­ge Anre­gun­gen geben, wie Füh­rung auch aus der Fer­ne gut und effek­tiv funk­tio­nie­ren kann.

1. Trans­pa­renz

Sei­en Sie offen und ehr­lich, auch zu sich selbst. Benen­nen Sie die neu­en Her­aus­for­de­run­gen und machen Sie klar, dass Sie als Team vor die­sen ste­hen und sie gemein­sam meis­tern wer­den. Klä­ren Sie Erwar­tun­gen an ihr und ver­mei­den Sie dadurch Ärger und Ent­täu­schun­gen rund um die neu­en Arbeits­mo­del­le.

2. Angst vor Kon­troll­ver­lust

Bis­her hat­ten Sie Ihre Mit­ar­bei­ter immer im Blick. Jetzt müs­sen Sie dar­auf ver­trau­en, dass jeder sei­nen Auf­ga­ben in Eigen­dis­zi­plin nach­kommt. Mes­sen Sie Ihre Mit­ar­bei­ter an ihren Ergeb­nis­sen und nicht an der Zeit, in denen sie online sind. Wenn Sie Ihre Erwar­tun­gen klar defi­niert haben und Ihre Mit­ar­bei­ter Ihre Zie­le ken­nen, müs­sen Sie sich kei­ne Sor­gen um Kon­troll­ver­lust machen.

3. Haben Sie Ver­trau­en

Ver­trau­en soll­te die Grund­vor­aus­set­zung einer jeden Bezie­hung sein, sei es beruf­lich oder pri­vat. Ver­trau­en Sie Ihren Mit­ar­bei­tern, dass sie auch im Home­of­fice so enga­giert arbei­ten wie im Büro. Die Pra­xis der letz­ten Mona­te zeigt, dass das genau der Fall ist und vie­le Mit­ar­bei­ter in ihrer ver­trau­ten Umge­bung sogar neue Ideen ent­wi­ckeln, die sie ander­wei­tig nicht gehabt hät­ten. Die Basis für das in Sie selbst geleg­te Ver­trau­en soll­te ein klar defi­nier­ter Rah­men für die täg­li­chen Auf­ga­ben­ge­bie­te und eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on sein.

4. Regel­mä­ßi­ger Aus­tausch

Ver­ein­ba­ren Sie regel­mä­ßi­ge Ter­mi­ne zum Aus­tausch mit Ihren Mit­ar­bei­tern über Tele­fon oder Video­calls. Sie wer­den fest­stel­len, wie sehr Sie auch in kom­men­den Zei­ten von die­sen Tools pro­fi­tie­ren wer­den und stand­ortu­n­ab­hän­gig effi­zi­ent kom­mu­ni­zie­ren kön­nen.

5. Gute Füh­rung ist kei­ne Sache des Stand­orts

Sie wer­den fest­stel­len, dass Sie auch aus dem Home­of­fice her­aus genau­so eng füh­ren kön­nen wie im Büro. Schließ­lich sind gera­de jetzt Ein­zel­ab­spra­chen und direk­te Gesprä­che mit ein­zel­nen Team­mit­glie­dern wich­ti­ger denn je. Ver­ein­ba­ren Sie regel­mä­ßi­ge Ter­mi­ne für Ein­zel­ab­spra­chen. So blei­ben Sie auf dem Lau­fen­den und Ihre Mit­ar­bei­ter neh­men Sie stand­ortu­n­ab­hän­gig als Füh­rungs­kraft wahr.

6. Machen Sie sich greif­bar

Machen Sie Ihren Mit­ar­bei­tern deut­lich, dass Sie jeder­zeit bei Nach­fra­gen greif­bar sind, auch wenn Sie nicht im Büro sind. Das schö­ne dabei: Das Medi­um (Mail, tele­fo­nisch, Chat, Video­calls) bestim­men Sie selbst!